GEspringWAsser Schmalkalden
Gothaer Str. 2a
98574 Schmalkalden
Biologische Klärstufe 2
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Belebungsbecken

Da die Abwässer Pflanzennährstoffe (z.B. Phosphat und Stickstoffverbindungen) enthalten, die in den Gewässern zu Sekundärverunreinigungen führen, ist noch eine weitere Abwasserreinigungsstufe nachgeschaltet.
Heute geht die Abwassertechnik zunehmend auf biologische Verfahren zur Verminderung des Phosphats im Abwasser über. Dadurch kann die Zugabe von Fällungschemikalien stark eingeschränkt werden.
Von einer Fällmitteldosierstation wird dem Abwasser unter starker Durchmischung gleichzeitig ein Fällmittel zugesetzt.
Der "Phosphor" flockt hierdurch aus und kann sich in dem Nachklärbecken als Schlamm absetzen, der eingedickt dem Faulturm zugeführt wird. Diesen Vorgang der "chemischen Reinigung" nennt man Fällung.
Die dritte Reinigungsstufe umfasst daneben noch die Entfernung von Stickstoffverbindungen. Hierzu wird z.B. das Belebtschlammbecken in Zonen unterschiedlichen Sauerstoffgehaltes aufgeteilt.
In der sauerstoffreichen Zone werden die Amoniumverbindungen in Nitrat überführt (Nitrifikation). Zur eigentlichen Stickstoffentfernung wird das Nitrat in sauerstoffarmen Zonen mikrobiologisch zu Luftstickstoff veratmet (Denitrifikation), d.h. es entweicht.
Zur Sicherstellung der erforderlichen Reinigungsleistung in der biologischen Reinigung werden zwei Belebungsbecken mit einem Gesamtvolumen von 12.780 m³ benötigt. In diesen Becken sorgen
45.000 kg Biomasse für die biologischen Abbau der organischen Bestandteile des Abwassers.
Nachklärung
Nach dem Belebungsbecken wird das Abwasserschlammgemisch im zeitlichen Wechsel den 2 Nachklärbecken zugeführt.
Diese Rundbecken mit einem Durchmesser von jeweils 38 m sorgen dafür, dass sich der Schlamm vom Klarwasser trennt und an die Beckensohle absinkt. Dieser Schlamm wird kontinuierlich abgezogen und in die biologische Klärstufe zurückgeführt. Überschüssiger und für die Reinigung der Abwässer nicht mehr benötigter Schlamm wird aus dem Kreislauf herausgeführt und in den Faulbehälter geleitet.
Das gereinigte Wasser kann nun in ein natürliches Gewässer, in die Werra eingeleitet werden.
Die ablaufende Menge Klarwasser wird kontinuierlich gemessen und beprobt um die Ablaufqualität des gereinigten Wassers entsprechend den Vorgaben des Wasserrechtes zu dokumentieren.
Durch die zuständigen Behörden werden unregelmäßig und ohne Voranmeldung ebenfalls die Ablaufqualität des gereinigten Abwassers überprüft und kontrolliert.